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Selbstbeteiligung bei der Kfz-Versicherung: Sinnvoll?

Eine Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung senkt Ihren jährlichen Beitrag und ist in den meisten Fällen finanziell sinnvoll. Wir zeigen Ihnen anhand konkreter Rechenbeispiele, welche Höhe sich für Sie lohnt.

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Empfohlene Selbstbeteiligung

  • Teilkasko: 150 Euro Selbstbeteiligung (Standard, weit verbreitet)
  • Vollkasko: 300 Euro Selbstbeteiligung (gutes Verhältnis von Ersparnis und Eigenbeteiligung)

Rechenbeispiel

Angenommen, Ihre Vollkasko ohne Selbstbeteiligung kostet 800 Euro pro Jahr. Mit 300 Euro Selbstbeteiligung sinkt der Beitrag auf ca. 620 Euro:

  • Jährliche Ersparnis: ca. 180 Euro
  • Maximaler Eigenanteil im Schadenfall: 300 Euro
  • Break-even: Bereits nach ca. 1,7 schadenfreien Jahren hat sich die Selbstbeteiligung gelohnt

Statistisch gesehen hat ein durchschnittlicher Autofahrer alle 7-8 Jahre einen Kaskoschaden. Die Ersparnis über diesen Zeitraum: ca. 1.260 Euro minus 300 Euro Selbstbehalt = 960 Euro Netto-Ersparnis.

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Beispiel aus der Praxis

Frau Neumann fährt einen BMW 3er 320i und zahlt bisher 750 Euro Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Sie erhöht die Selbstbeteiligung auf 300 Euro (TK) / 500 Euro (VK). Neuer Beitrag: 540 Euro. In den letzten 8 Jahren hatte sie einen einzigen Kaskoschadenfall (Steinschlag). Die Bilanz: 8 × 210 Euro Ersparnis = 1.680 Euro gespart, minus 150 Euro Selbstbeteiligung für den Steinschlag = 1.530 Euro Netto-Ersparnis.

Wann eine höhere Selbstbeteiligung sinnvoll ist

  • Sie fahren vorsichtig und hatten selten Schäden
  • Sie haben ein finanzielles Polster für den Eigenanteil
  • Sie möchten den jährlichen Beitrag möglichst niedrig halten
  • Ihr Fahrzeug parkt in der Garage (geringeres Risiko)

Wann keine oder niedrige Selbstbeteiligung besser ist

  • Bei Leasing- oder Finanzierungsfahrzeugen (oft vom Kreditgeber vorgeschrieben)
  • Wenn Sie in einer Region mit hohem Hagelrisiko leben
  • Bei häufiger Nutzung auf risikoreichen Strecken
  • Wenn der Aufpreis ohne Selbstbeteiligung gering ist

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Häufig gestellte Fragen

Die Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt) ist der Betrag, den Sie im Schadenfall selbst tragen. Der Versicherer übernimmt nur den darüber hinausgehenden Anteil. Üblich sind 150 Euro in der Teilkasko und 300 Euro in der Vollkasko.

Je nach Tarif und Versicherer können Sie mit einer Selbstbeteiligung zwischen 10% und 30% des Jahresbeitrags sparen. Bei einem Beitrag von 500 Euro wären das 50-150 Euro pro Jahr.

Ja, die Selbstbeteiligung wird pro Schadenfall berechnet. Bei zwei Schäden im Jahr zahlen Sie den Selbstbehalt also zweimal.

Ja, eine Änderung der Selbstbeteiligung ist bei den meisten Versicherern jederzeit möglich. Eine Erhöhung senkt den Beitrag sofort, eine Senkung erhöht ihn. Die Änderung gilt in der Regel ab dem nächsten Versicherungsjahr.

Ja, viele Versicherer bieten Tarife ohne Selbstbeteiligung an. Diese sind allerdings deutlich teurer (oft 15-25 % mehr). Ohne Selbstbeteiligung lohnt sich finanziell nur, wenn Sie häufig Kleinstschäden erwarten.
Zuletzt aktualisiert: 01.02.2026